Medienkompetenz im Kleinkindalter im Landkreis Forchheim

Familienstützpunkt, Familienbildung, Gesundheitsregionplus und AOK Direktion Bamberg engagieren sich für das Thema Medienkompetenz im Kleinkindalter im Landkreis Forchheim

„Groß werden in der digitalen Welt – früh übt sich“: Unter diesem Motto fand am 02.02.2026 in Kooperation mit der AOK Direktion Bamberg, dem Familienstützpunkt, der Familienbildung und der Gesundheitsregionplus eine interaktive Online-Veranstaltung mit Mediencoach und Sozialpädagogin Petra Keller statt. Eltern von Kindern im Kita-Alter im Landkreis Forchheim wurden darüber aufgeklärt, wie der Umgang mit digitalen Medien bei unseren Kleinsten gelingen kann.

Frau Keller erklärte in ihrem Vortrag sehr anschaulich, wie Eltern dabei unterstützen können, dass ihre Kinder von Beginn an einen gesunden Umgang mit digitalen Medien erlernen. Nach einer Übersicht über den theoretischen Hintergrund leitete sie daraus praktische Tipps ab. Da Kinder zu Beginn ihres Lebens noch nicht in der Lage sind, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden und ein Fernhalten im Alltag in der Regel nicht funktioniert, ist es wichtig sich einige Sachverhalte bewusst zu machen. Eltern sollten demnach immer gemeinsam mit ihren Kindern die digitale Welt entdecken und als eine Art Dolmetscher fungieren. Dabei gilt stets Qualität vor Quantität. Eltern und größere Geschwisterkinder haben eine Vorbildfunktion für die jüngsten Familienmitglieder. Es ist wichtig, den Einsatz von Handys, Smartphone, Alexa & Co in bewusste Bahnen zu lenken. Bewusste Nutzung bedeutet unter anderem auf altersgerechte Nutzungsdauer und -inhalte zu achten. Auch bewusstes Weglassen wie beispielsweise bei Mahlzeiten, oder während des Einschlafens sind essentiell. Zusätzlich ist die Präsenz der Eltern, Konsequenz und aktives Hinschauen wichtig.

 „Man kann sich das ähnlich vorstellen wie bei der Verkehrserziehung“ wie Keller sagt. „Schließlich gibt man den Kindern auch nicht einfach ein Auto und einen Führerschein in die Hand und lässt sie machen. Man nimmt die Kinder vielmehr an die Hand, macht sie mit den Regeln vertraut, lässt sie kurze Strecken alleine gehen und irgendwann nach vielen Jahren dürfen sie komplett alleine agieren.“

Während der gesamten Veranstaltung hatten die Eltern die Möglichkeit über die Chatfunktion ihre Fragen zu stellen, die durch Frau Keller systematisch beantwortet wurden.

Die Veranstaltung fand bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Anklang und fügt sich in das Konzept des Masterplans Prävention des Bayerischen Staatsregierung ein.

Forchheim, 12.02.2026

Familienstützpunkt