Achtung Zeckenzeit - sicher durch die Saison
Mit steigenden Temperaturen werden auch Zecken wieder aktiv. Da fast ganz Bayern als Risikogebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gilt, ist ein guter Zeckenschutz besonders wichtig. Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen – vor allem Borreliose und FSME.
Warum Bayern besonders betroffen ist
Nahezu ganz Bayern gilt als FSME-Risikogebiet. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen mit Zeckenexposition in Risikogebieten eine FSME-Impfung.
Schon gewusst?
Viele Menschen vermuten Zecken ausschließlich im Wald. Tatsächlich ereignen sich viele Zeckenstiche im eigenen Garten, in Parks, auf Spielplätzen oder beim Spaziergang. Grundsätzlich können Zecken in nahezu jeder Grünfläche vorkommen.
So können Sie Zeckenstiche vermeiden
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken:
- Lange Hosen und feste Schuhe tragen
- Helle Kleidung wählen, um Zecken leichter zu entdecken
- Zeckenabwehrmittel (Repellents) nutzen (hier Herstellerinformationen beachten)
- Hohes Gras und dichtes Unterholz möglichst meiden
- Nach Aufenthalt im Freien den Körper gründlich absuchen, insbesondere Kniekehlen, Achseln, Leistenbereich und Haaransatz
Zecke entdeckt – was tun?
Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst rasch entfernt werden. Greifen Sie das Tier mit einer Zeckenkarte oder feinen Pinzette hautnah und ziehen Sie es langsam und gerade heraus. Anschließend sollte die Einstichstelle desinfiziert werden.
Von Hausmitteln wie Öl, Klebstoff oder Nagellack ist abzuraten, da diese die Entfernung erschweren können.
Beobachten Sie die Einstichstelle in den folgenden Wochen. Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn Sie Auffälligkeiten entdecken.
Die wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten
Borreliose
Leider gibt es gegen Borreliose aktuell keine Impfung. Ein typisches Frühzeichen einer Infektion mit Borrelien ist die Wanderröte - eine sich ausbreitende, ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle. Weitere Beschwerden können Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen sein. Unbehandelt kann sich Borreliose auf das Nervensystem oder die Gelenke ausweiten mit möglichen bleibenden Schäden. Sollte bei Ihnen eine Wanderröte auftreten, suchen Sie zeitnah einen Arzt auf.
FSME
FSME wird durch Viren verursacht. Die Erkrankung beginnt häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In schweren Fällen können Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks auftreten mit bleibenden Nervenschäden. Eine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt es nicht. Deshalb kommt der Vorbeugung durch Zeckenschutz und Impfung besondere Bedeutung zu.
Die FSME-Impfung: Der wirksamste Schutz
Für FSME steht eine gut verträgliche und wirksame Schutzimpfung zur Verfügung.
Fakten-Check FSME-Impfung
Kostenfrei geschützt:
Die FSME-Impfung ist für gesetzlich Versicherte in Risikogebieten wie Bayern kostenfrei.
Auch kurzfristig möglich:
Sie haben Ihren Impfschutz noch nicht begonnen oder benötigen schnell Schutz, zum Beispiel vor einer Reise? Mit einem Schnellimpfschema kann innerhalb weniger Wochen ein wirksamer Schutz aufgebaut werden.
Schutz auffrischen:
Nach der Grundimmunisierung sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen notwendig. Je nach Alter und Impfstoff wird diese in der Regel alle 3 bis 5 Jahre empfohlen.
Die FSME-Impfung gilt als gut verträglich und ist die wichtigste Maßnahme, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.
Jetzt Impfschutz prüfen
Werfen Sie einen Blick in Ihren Impfpass und überprüfen Sie, ob Ihr FSME-Impfschutz noch aktuell ist. Häufig ist die letzte Auffrischungsimpfung bereits einige Jahre her.
Bei Fragen zur FSME-Impfung, zu Auffrischungsintervallen oder zum persönlichen Erkrankungsrisiko beraten wir Sie gerne. Nehmen Sie Kontakt mit unserem Gesundheitsamt auf oder sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis.